Greinstraße

28. September 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Von meiner Warte aus: Silberahornbäume, die nicht gelb werden wollen und sich in ihr Silbergrün verbeißen, als wollten sie die Zeit anhalten. Aus einem andern Fenster flammt es morgens feuerrot durch den Nebel. Die Mehlbeeren hängen, wie vergessene Murmeln eines müden Kindes, im satten Laub, auch dieser Baum ist nicht müde. Der Sommer löst sich widerstrebend aus dem Himmel und dem Geruch des Regens. Manches hängt an ihm fest und will ihn nicht gehen lassen. Heute Morgen sogar ein Zaunkönig, kurzes, wildes Schmettern und Trillern (als ob nichts wäre …), seine Stimme allein, rasch wieder verstummt. Dann Schweigen, wie über eine Peinlichkeit. Dann übernahmen wieder Elstern das Kommando.

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