19. November 2004 § Hinterlasse einen Kommentar

Verwirrung schüttelt die Bäume aus, bis sie leer sind, so leer und einsamneu wie der Himmel, den sie festkrallen mit ihren erstorbenen Fingern. Unsicherheit streicht über die üppigen Pfützen, und der Regen gestern: War er nicht fast schon warm und vertraut angesichts dieses stürmischen Neu, das alle Zeiten vergangen und alt sein läßt und mit Macht sich gegen jedes Wiederkehren stemmt? Die eigenen Fußtritte glänzen noch im Schlamm, aber wohin sie führen, das weiß niemand mehr. Gestern schlug das Herz wie heute. Aber was tat es dazwischen? einen Augenblick nicht hingehört, und schon ist Tag und Nacht und wieder Tag entflohen.

Und so wird es auch weitergehen, wird es weitergehen müssen: Die Reihe der Tage bricht nicht ab und zu sich selbst kehrt sie nie zurück. Eins wird aus dem anderen geboren, aber die Kindertage haben die Elterntage getilgt hinter ihrer Stirn.

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