Flora

7. Januar 2005 § Hinterlasse einen Kommentar

Vor dem Fenster schimpft schon die längste Zeit eine Amsel. Regelmäßig fünf bis sieben harte Schläge, unterbrochen von sekundenlangen Pausen. Noch ist es ganz dunkel. Irgendwo lauert wohl ein unsichtbarer Amselfeind.

Ich denke daran, wie wir uns leise und klein machten, als könnten wir, die wir ja keine Amselfeinde waren, uns dennoch unsichtbar, unmerkbar machen, uns ins Dunkel einwühlen und still sein, still sogar für die feinen Sinne der Amseln. Vielleicht gelang es uns, und das Geschimpfe galt der Katze, die immer auf dem Weg blieb. Ich denke daran, daß dieser Ort, die Kölner Flora, ein verzauberter Ort sein muß … oder war es anders? Haben wir ihn verzaubert, oder sind wir selbst die verzauberten?

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