Geh!

7. März 2006 § 2 Kommentare

Da sprang sie hinaus in den Garten in wildem Zorn, und Feuerströme von Tränen brannten auf ihren Wangen. Im Frost dampfte ihr warmes Haar. Der Rauhreif eiste ihre Füße. Da riß sie sich sämtliche Kleider vom Leib und sprach: „Geh fort. Nimm dein Schiff, fahr hinaus ans Ende der Welt, strande an verlassenem Gestade, zerschelle auf grausamer Klippe, versinke im tiefen Blau, und das Wasser möge den Glanz deiner Lichter löschen. Geh. Denn fort schicke ich ich dich, daß nie mehr ich dich sehe und leide am Blick deiner Augen.“
So sprach sie. Dann entzündete sie ein Feuer und warf ihre Kleider hinein und sah zu, bis sie vollständig verbrannt waren. Ihre Füße schmolzen das Eis im Grase zu ihren Füßen, der Flammenschein zuckte auf ihren Brüsten und schimmerte in den tiefen Brunnen ihrer Augen, und sie fror nicht.

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§ 2 Antworten auf Geh!

  • ahg sagt:

    könnte dieser text eine in die möglichkeit gedachte fortsetzung des textes „zurückwies“ sein. wobei mich nach wie vor beschäftigt, warum es dort „zurückwies“ heißt und also die personalform verwendet wird und die in die vergangenheit gelegt, wo das text-ich sich ein „zurückweisen“ nicht leisten kann (es also nur infinitivisch und so ohne personenendung „nennen“ kann).

  • ama sagt:

    Meine Schneeglöckchen wollen sich ein Beispiel nehmen!

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