3. November 2006 § Hinterlasse einen Kommentar

irgendwann gegen mittag verstummte die amsel. die schwingen der bäume standen still. das summen verebbte. kühl rann wasser durch die kehle.
wieder der ort am fenster. keine sonne, und alles war schon lange her. festverwurzelt in der eigenen biographie, glaubst du, alles umwerfen, und im wurf auch das alte auslöschen zu können. aber alles nimmt nur zu. wo du herkommst, bleibt gleich. und die zeit vergeht ohne dein zutun. immer noch ein schritt zu den vielen schritten, immer noch eine stunde zu den vielen stunden. immer wieder durstig werden. immer wieder müde werden.
vorhin sang ein vogel. jetzt ist alles sehr still.

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