ars poetica

4. Dezember 2006 § Ein Kommentar

so tun, als gäbe es das alles nicht.

so tun, als gäbe es das alles nicht: und doch schöpfen daraus. und entgegnen. und widerstreiten.

so tun, als ob es kein widerspruch wäre und von vorn anfangen, ja, ganz von vorn. ohne marschgepäck. leben von dem, was am wegesrand wachsen mag, in den wäldern, in der wildnis und im meer. klar. im meer. fluten, foeten, flimmern von sonne. und quallen, medusen, was brauchen sie zum leben, außer dem licht, das sie durchschimmert und sichtbar macht?

also von vorn beginnen und so tun, als sei noch nie ein wort … anders geht es nicht. von dem leben, was mich als licht durchschimmert und sichtbar macht.

achte ich auf andere, reibe ich mich auf und zerteile mich, und jeder teil wird zur unmöglichkeit. so ist schreiben und erzählen einfach nicht möglich. man darf sich die frage nach dem wozu-noch-mehr nicht stellen, niemals. man darf es nicht denken, weil es nicht auszudenken ist, genausowenig, wie man sich die frage nach dem großen-und-ganzen nicht stellen darf, nach dem leben nicht, niemals.

wir leben. ich lebe. ich erzähle. ich dichte. das ist nicht der gegenstand einer frage.

sondern die allererste voraussetzung. für den ganzen rest, sollte noch was übrig sein.

.

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