Aachener Weiher

12. April 2007 § Hinterlasse einen Kommentar

„Schwäne“, sagte sie und deutete auf die Schichten spiegelnden Wassers, „sieh nur, die Schwäne“.
„Ja“, sagte er.
Aber er sah nicht auf die schneeweißen, gelassen kreisenden Vögel. Er sah auf ihren ausgestreckten Arm, ihren grünen Mantel, das spiegelschwarze Haar, nicht die Wasserkreise, sondern die Kreise ihres konzentrierten Blicks nahm er auf, und die traurig vorgestülpten Lippen.
Später aber würde er sich immer an die Schwäne erinnern, und das erste, was das Heranholen dieses Augenblicks zutage förderte, würde von Federn handeln, über die Wasser perlt; von Schwimmhäuten zwischen horniger Haut, die im trüben Wasser wedeln; und dann sähe er die vornehmen Augen, die sanftgeschwungenen, traurigen Schnäbel.

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