Quelle

24. September 2012 § 7 Kommentare

Pulchra enim sunt ubera quae paululum supereminent et tument modice, nec fluitantia licenter, sed leniter restricta, repressa sed non depressa.

„Schön sind nämlich die Brüste, die wenig hervorragen und maßvoll schwellen, nicht freizügig wogen, sondern sanft eingefaßt sind, zurückgehalten, aber nicht eingedrückt.“

Das Zitat stammt aus Umberto Ecos Name der Rose, wo es dem Theologen Ubertinus von Casale (1259–1328) zugeschrieben wird. Der gute Ubertin scheint also eher flachen Brüsten zugeneigt gewesen zu sein. Damit entspricht seine Vorliebe dem Schönheitsideal des Mittelalters:

Übrigens hat Eco sich über dieses Thema (Schönheit im Mittelalter) auch wissenschaftlich ausgelassen.

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§ 7 Antworten auf Quelle

  • Lakritze sagt:

    Verbindlichsten Dank für das Schließen der Lücke (– ich blindes Huhn)!
    Aber: knabenhaft? Die Frauendarstellungen –? Naja …

  • rotewelt sagt:

    Taubenmist und Metallplatten – im Mittelalter griff man ja auch zu „interessanten“ Methoden, um eine Idealbrust zu erzielen…

    • Lakritze sagt:

      Naja. Heute sind es frei klebende Plastikschalen und Drahtgestelle. .)

    • Solminore sagt:

      In der Antike gab’s Schminke aus, äh, Krokodilscheiße. Hier zum Beispiel ist’s belegt:

      neque illi
      iam manet umida creta colorque
      stercore fucatus crocodili

      “ … die feuchte Kreide bleibt nicht haften, und die aus Krokodilsmist gerührte Schminke verschmiert …“ (Horaz, Epoden XII (ein berühmt-berüchtigtes Poem …))

  • Lakritze sagt:

    Ha. War sicher teuer.

    Ovid weiß auch davon (ars amatoria III)creta und faex und noch das ein oder andere mehr, Krokus, Asche, ein Gemisch aus dem Knochenmark von Hirschkühen und oesypum, das mein Wörterbuch definiert als »ein aus dem Schmutze der rohen Schafwolle bereiteter Extract«. Heute Lanolin.

    Nuja. Wer schön sein will …

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