30. November 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Zwischen den Stürmen in den Wald. Auf den Wegen wieder die Mythologien des Laubs, Türme aus Farbe, von den Zehen bis über den Scheitel hinaus, das zwingt den Kopf in den Nacken, den Blick hinauf zu den Massen von Himmel. Die Sonne schreibt dem Tag was auf seine leuchtenden Banner, Hieroglyphen blitzen auf Lehm, in der Ferne schreiten flammende Riesen. Staunen, wie das Licht das alles, die Farbe, den Himmel, die Augen, mit Leichtigkeit trägt und hält. Es ist, als müsse man nie nie nie mehr atmen: es reicht, nur noch so blickauf für immer in die Sonne zu blinzeln. Ein Häher schreit. Eine Hülse platzt. Die Stunden drehen sich im Reigen fort. Ins Laub fließt die Stirn, und zwischen zwei Blicken verschwindet eine verborgene Welt. Als wäre irgend einmal eine Liebe ohne Schmerz möglich gewesen; und vielleicht war sie das im Staunen zwischen zwei Herzschlägen Traurigkeit ja wirklich einmal.

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