Anfrage ans Forstamt

12. März 2014 § 7 Kommentare

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Frühjahr beobachte ich mit Besorgnis, daß in deutlich höherem Maß als sonst im nördlichen Vimbelwald zwischen Quellstetten, Lafter und Hemmelshain Holz eingeschlagen wird. Da dies mit beträchtlicher Verschlammung der Wege einhergeht, der Freizeitwert des Waldes auch in anderer Hinsicht durch Lärm, Gestank, hohes Aufkommen von Fahrzeugen, schließlich durch häßliche Rodungen erheblich gemindert wird, möchte ich mich an Sie wenden mit der Frage, wie lange das noch so weitergeht, und in welchem Ausmaß noch mehr Holzarbeiten zu erwarten sind. Betrachten Sie bitte diese Nachricht auch als freundliche Aufforderung, den Einschlag auf ein Mindestmaß zu reduzieren, bzw. günstigenfalls ganz einzustellen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,

Solminore

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§ 7 Antworten auf Anfrage ans Forstamt

  • Solminore sagt:

    Anmerkung: Das Wort „Freizeitwert“ ist hier als Zugeständnis zu verstehen, eine Art Anbiederung, um auch dort noch verstanden zu werden, wo zwischen Arbeit und Freizeit streng getrennt wird, wo das Leben eine „Qualität“ haben kann, und wo man selbst der Zeit, sei es der der Arbeit, sei es der sogenannten freien, einen bestimmten Wert beimessen zu können glaubt.
    Natürlich hat Zeit keinen Wert. Auch Bäume und der Wald haben keinen Wert.

    Sie sind unschätzbar.

  • Sofasophia sagt:

    und? haben sie geantwortet? du zeigst zivilcourage! großartig!!!

    • Solminore sagt:

      Das ist doch noch keine Zivilcourage. Da müßte man ganz anders auftreten. Sich an Bäume ketten oder so.

      Auch geht es ja nicht um Vernichtung des Walds. Sondern darum, daß ich den gerne unberührt sähe. Ist aber nunmal ein Wirtschaftswald, da ist nichts zu machen. Ich wollte mit meinem Schreiben nur zu Kenntnis bringen, daß das auffällt, wenn der Wald Samstag für Samstag von Sägemännern wimmelt. Und daß es Leute gibt, die damit nicht einverstanden sind.

      Geantwortet haben sie nicht bislang.

  • Lakritze sagt:

    Lieber Herr Solminore, Sie kämpfen gegen Windmühlen.
    Ich bin froh, daß das einer macht; nicht daß es hinterher heißt, hätte ja nie einer was gehabt gegen die Dinger, und jezt sollten wir mal alle schön still sein. (Zum Wort Freizeitwert haben Sie schon alles gesagt.)

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