Aequinoctium

21. März 2014 § 4 Kommentare

Heiter der Tag und die Sonne so warm und das Licht in den Weiden
    fiel über Wasser und Kies auf deinen fröhlichen Weg.
Münder entdeckten Paare, der Himmel erfand sich ein Wölkchen,
    Eis war zum ersten Mal süß. Alles, was Zeit hieß, fing an.
Kinder, die Hände voll Brot, die grinsenden Mäuler der Ziegen,
    sahst du und lachtest. Der Tod hätte doch heute wohl frei.
Dann fuhrst du heim, beschwingt. Und im Hausflur liegt schon der Umschlag.
    Abends hältst du den Tag achtsam, wie springendes Glas.

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§ 4 Antworten auf Aequinoctium

  • Sofasophia sagt:

    Ein Text, der mich sehr berührt.
    Wie du Stimmungen und Umschwünge in so wenigen Worten zeichnen kannst, ist großartig.

  • Uwe sagt:

    Wie schnell der Tag in eine Nacht fallen kann.
    Sehr konkret und in anschaulichen Bildern ist ein solcher „Umschlag“ hier beschrieben, und zugleich ins Allgemeine einer existentiellen Grunderfahrung übertragen worden, denn: Der Tod hat nie frei. Nur wir kennen seine Stunde nicht – bis uns ein solcher Umschlag erreicht.
    Sehr eindringlich, dieses memento mori.
    Gruß, Uwe

  • Lakritze sagt:

    Aus heiterem Himmel der gefürchtete Umschlag.
    (Daß Ihnen sogar das noch schön gerät –)

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