Im Traum geimpft

24. Mai 2014 § Hinterlasse einen Kommentar

Geträumt, ich würde (stellvertretend für eine ganze Gruppe) auf einem Lager von Feinden überwältigt. Ich war unvorsichtig oder habe etwas riskiert, jedenfalls habe ich mich aus Sicht derer, die mich daraufhin ans Bett fesseln, eines Vergehens schuldig gemacht. Ich bekomme danach, wenn nicht als Strafe, so doch als Konsequenz meiner Verfehlung oder meines Entdecktwerdens, zwei schmerzhafte Injektionen.
Erstaunlich dabei das schlechte Gewissen des Ertappten, das Gefühl der Schuld, selbst noch demjenigen gegenüber, dessen Zwang und Vorhaben man aus guten Gründen ablehnen darf; gefehlt zu haben, und sei es, dem Gegner gegenüber. Ich empfinde dabei kein Aufbegehren, bin kooperativ, empfinde die Maßnahme als gerechtfertigt. Es ist ein Gefühl, das ich aus dem Wachsein durchaus kenne, selbst noch im rechtschaffendsten Widerstand habe ich oft das Gefühl, Unrecht zu tun, verspüre den Impuls, mich zu ducken; das Bewußtsein, fehlzugehen ist dabei allemal deutlicher, konkreter und mächtiger als das im Abstrakten wurzelnde Gefühl, im rein Argumentativen recht zu haben, was vielleicht auf der komplexen, evolutionär weit älteren Beziehung zwischen Mächtigem und Unterlegenem in einer hierarchischen sozialen Ordnung beruht.

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