8. November 2017 § 5 Kommentare

 
Der Himmel, wie er zwischen den ausgedünnten Wolken hervorschimmert, so blaß, als müßte er sich, nach Tagen des Im-Flachen-Dümpelns, erst seiner alten Tiefe entsinnen.

Die Wege und Flußadern und Meeresküsten in den Atlanten des Laubs. Noch einmal Muskelspiel der Farben, schon ausgezählt.

Ich habe jemanden enttäuscht. Das bedeutet immer auch: mich selbst. Ich weiß es noch nicht, während ich durch den Herbst laufe wie durch ein nicht ganz artgerechtes Vivarium, noch glaube ich mich meiner Unabhängigkeit wirklich zu freuen, aber der Abend wird in Tränen enden.

Nichts kommt näher, nichts entfernt sich. Um von einem Ende des Felds zum andern zu gelangen, verbrauchen Spaziergänger das Licht eines ganzen Nachmittags. Die Gesicher bleiben helle Flecke, die Scholle keucht dunkel, das Rascheln von Schritten trägt Meilen. Irgendwo hinter den Wipfeln haben Krähen zu tun. Kinderwagen zählen, und Hunde.

Die Wolken sind gespannte Schleudern. Die Ladung ist Wind.

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Wo bin ich?

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