5. Mai 2018 § 2 Kommentare

Das Narrativ des eigenen Lebens nicht unter den verfügbaren, ausgeprägten, vorgeformten Modeln zu finden, aus denen heraus es sich endlich verstehen, und mittels dieses Verständnisses auch artikulieren und weiterbilden ließe, indem es in die Form des Narrativs einfach (was keinesfalls immer einfach ist) hineinwüchse: Das ist der strengste Individualismus: das eigene Model erst erschaffen zu müssen. Strenger Individualismus bedeutet, sich nach keinem fremden Maß beurteilen lassen zu wollen. Und er bedeutet auch, sich nach keinem fremden Maß beurteilen lassen zu können. Im Grunde weiß der Individualist nie, wer er ist, bis er es gewesen ist.

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