5. Juni 2019 § 2 Kommentare

Ende dieses Monats darf dieses Blog Geburtstag feiern. Am 30. Juni 2004, vor 15 Jahren also, wurde hier der erste Eintrag gepostet. Ein Zitat war das, eine Sapphische Ode an Aphrodite. Wer sonst sollte die erste Stimme auf diesem Blog haben, wenn nicht sie? Und an wen sollte sich diese Stimme richten, wenn nicht an sie? Ich denke, die Dichterin hätte nichts dagegen gehabt, daß ich ihre Stimme hier habe erklingen lassen. Vielleicht (ich erinnere mich nicht) war es der Wunsch nach Bescheidenheit, der mich wies, nicht als erster hier zu sprechen, sondern die Aufgabe der Inauguration einer zu übertragen, die des Singens kundiger war, als ich jemals hoffen kann zu werden; und deren Stimme niemals umsonst gehört werden kann.
Fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit. Erinnern Sie sich mit mir: Als ich hier anfing, mußte man das Wort Blog den meisten Menschen noch erläutern (ich selbst kam über eine Radiosendung darauf, in der ein Blogger, ich habe vergessen, wer es war, interviewt wurde; daß die erste Frage der Moderatorin war, was das überhaupt sei, ein Blog, erhellt, daß diese Publikationsform noch sehr neu war); die Wikipedia war etwas für Insider; facebook war noch nicht erfunden; der letzte Schrei in Sachen Photoalbum war flickr (die ersten Digitalkameras waren gerade erschwinglich geworden); von Youtube war noch keine Rede, von Twitter noch weniger; der Netscape Navigator war weit verbreitet, und die Standardsuchmaschine hieß Metacrawler; nicht wenige Menschen gingen mit einem 56-k-Modem über die Telephonleitung ins Netz, und wenn man Händie sagte, meinte man ein Telephon.
So vieles ist anders geworden. Das Netz hat sich verändert, die Blogosphäre ist von einem kleinen Wohnzimmer zu einer Gutenberg-Galaxie geworden. Niemand sprach 2004 von Big Data, heute kann man den Rechner nicht mehr starten, ohne daran zu denken, daß man ausspioniert werden könnte. Vielleicht war die Arglosigkeit naiv und die Anonymität eine Illusion. Nein, ganz sicher war es das. Aber es fühlt sich nicht mehr so an wie früher, einfach etwas ins Netz zu stellen. Gegenläufig dazu ist das Bloggen anonymer und auch einsamer geworden. Wie in jedem evolutionären Prozeß setzen sich einige wenige durch, die das meiste an Aufmerksamkeit auf sich ziehen, und je bekannter sie werden, desto größer wird die Aufmerksamkeit, wodurch sie noch bekannter werden, etc. Gleichzeitig werden tagtäglich neue Blogs eröffnet. Der Einzelne geht darin unter. Auch das war vollkommen anders 2004. Wer damals ein Blog eröffnete, hatte innerhalb einer Woche die ersten zehn Abonnenten. Das Wort follower war noch nicht erfunden. Die Idee, daß das Internet etwas sei, mit dem man Geld verdienen könne, gab es zwar schon, war aber nur marginal bedeutsam. Firmen machten das. Konzerne. Buchhändler. Aber doch nicht Blogger!
Alles wird anders. Irgendwann hat man das Gefühl, hinterher zu hinken, ohne zu wissen, wohinter her eigentlich. Man fühlt nur, man ist nicht mehr Avantgarde, man macht längst, was alle längst machen. Und die Ideen gehen aus. Hat man nicht alles schon dreimal gesagt, nachdem es alle anderen auch schon hunderttausendmal gesagt haben? Was soll das alles überhaupt? Sollte man nicht lieber Bonbons essen und Raumschiff Enterprise gucken? Ist der eigene Nabel wirklich so interessant?
Tempora mutantur, heißt es, et nos mutamur in illis. Nicht nur verändert man sich, man wird auch müde. Non eadem est aetas, non mens, schreibt Horaz. Nun denn. Mit einer fremden Stimme hat es hier angefangen, nun schließe es auch mit einer fremden:

Solue senescentem mature sanus equum, ne
peccet ad extremum ridendus et ilia ducat.

Das haben Sie jetzt nicht wirklich geglaubt, oder? Hahaha, Scherz beiseite. Ich habe nur den kommerziellen Kokolores auf dieser Seite satt. Daher geht’s in Zukunft hier weiter. Ich würde mich freuen, wenn Sie in der neuen Hütte vorbeischauten. Kommentieren Sie auch, wenn Sie wollen; hinterlassen Sie ihre Duftmarken, widersprechen Sie, üben Sie Kritik, waschen Sie mir den Kopf, verreißen Sie mich, argumentieren Sie mich in Grund und Boden. Sie dürfen mich natürlich auch über den grünen Klee loben, klar. Wie auch immer, bleiben Sie mir gewogen, bleiben Sie im Gespräch!

Herzlich,
Ihr Solminore

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Noch einmal langsam zum Mitschreiben

22. Mai 2019 § 3 Kommentare

Wenn die PR-Abteilung der Universität zu Köln von der Lehranstalt als einer Arbeitgeberin spricht1, dann sitzt sie dem gleichen Irrtum auf, wie alle Verfechter der korrekten genussensiblen Sprache, die die grammatische Kategorie des Genus (also des nominalen Geschlechts, maskulinum, femininum und neutrum) mit der biologischen Kategorie des Sexus (männlich, weiblich) verwechseln.
Die Universität, nur weil sie femininen Genus ist, ist ebensowenig ein Weibchen wie eine Lampe oder eine Flasche. Und ebensowenig wie der Bagger oder der Schraubendreher, ist ein Arbeitgeber, nur weil er masculini generis ist, ein Männchen. Warum? Weil Universitäten, Schraubendreher und Arbeitgeber keine Personen sind, sondern Institutionen bzw. Werkzeuge.
Das Suffix -in dagegen bezeichnet immer eine Person, und zwar eine (biologisch) weibliche. Weswegen es sinnlos ist, von einer Baggerin, einer Schraubendreherin oder einer Wegweiserin zu sprechen: Gegenstände haben ein Genus aber keinen Sexus. Allenfalls die Nervensäge mag eine Ausnahme darstellen. (Wobei es selbstredend auch männliche Nervensägen gibt.)

1 In einem Rundschreiben, in welchem die Teilnahme der Universität an der Kölner CSD-Parade mit einem Wagen und einer „Fußgruppe“ angekündigt wird, um „auch auf diese Weise ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.“ – Nein, meine Damen und Herren, das ist kein Scherz.

Lauda

21. Mai 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

Mitte der 80er Jahre, es war die Zeit des Waldsterbens, diverser Dioxin-Skandale, umgekippter Gewässer, toter Fische im Rhein und grüner Minister in Turnschuhen, war Niki Lauda einmal zu Gast in der Fernsehshow „Wetten daß …“ Zu dieser Zeit, man fuhr noch mit verbleitem Benzin, und der Drei-Wege-Katalysator war Science Fiction, wurde zum ersten Mal ernsthaft Tempo 100 auf deutschen Autobahnen in Erwägung gezogen und landauf, landab hitzigst diskutiert. Der Moderator Frank Elstner, unklar, ob aus naivem oder ausgefuchst-journalistischem Interesse, stellte dem Rennfahrer die Gretchenfrage, nämlich, wie der es mit dem Tempolimit halte. Lauda erwiderte, ich zitiere fast wörtlich, es führe doch nur zu noch mehr Verdummung, wenn alles noch langsamer gehe; und wenn die Technik richtig eingestellt sei, gebe es auch gar kein Problem für die Umwelt. – Frenetischer Applaus im Publikum; der Meister hatte gesprochen; die Menge johlte.
Das war meine erste Lektion in Demokratie.

Von einer Reise zurück finde ich

20. Mai 2019 § 8 Kommentare

Von einer Reise zurück finde ich Sonntag abend im Briefkasten zwei Zeitschriften. In der einen, dem Propagandablatt meiner Versicherung, findet sich ein Loblied auf die neue „Gesundheitsakte“, mit der Versicherte „ab sofort digital alle für sie relevanten Gesundheitsdaten (wie den aktuellen Stand aller Vorsorgeuntersuchungen, Diagnosen, Termine, Medikamentenübersicht, Krankenhausentlassungsberichte) sammeln“ könnten. Einfach die erforderliche App aufs Smartphone runterladen, fertig. Die Daten würden „auf deutschen Servern verschlüsselt abgelegt“. Die Teilnahme sei freiwillig. Freiwillig ist auch die Teilnahme an einem Preisausschreiben für Versichterte, die neue Mitglieder angeworben haben: Es winkt als Hauptgewinn ein Fitnesstracker.

Die zweite Zeitschrift ist die neueste Ausgabe des Magazins von Amnesty International mit einem langen Bericht über den Wandel Chinas zum vielleicht technisch versiertesten Überwachungsstaat der Welt.

Laufen, 9.5.2019

13. Mai 2019 § 3 Kommentare

Hell jetzt, keine Dämmerung mehr, ein einzelner Ruf des Hausrotschwanzes weckt mich schon halb, unbestimmte Zeit, bevor es ganz der Wecker tut. Ich dachte zu dem Vogel, du bist aber früh. Tatsächlich war es schon spät, ich mußte raus. Beim Kaffeetrinken um fünf Uhr wird schon der Himmel im Fensterkreuz sichtbar.

Eine Romanfigur versucht ihren zerrütteten Geisteszustand dadurch zu heilen, daß sie nur noch Oberflächen betrachtet; daran denke ich, während ich durch das ganz junge Grün laufe. In jeder Blattoberfläche, in jeder Pfütze, im Schlamm und den Spuren, die der Schlamm trägt, drängt sich ein Zeitstau aus Vergangenheiten und Zukünften, der in jeder Fläche unendlich viel Platz beansprucht. Die Dinge sind nie, was sie sind. Ihre Zeitlichkeit zerrt an ihnen, beult sie aus, verlängert sie in eine Tiefe, in die zu blicken letztlich gefährlich wäre.

Nichts ist nur Oberfläche. Auch die Betrachtung nicht. Die Betrachtung wuchert ins Innere des Betrachters. Auch die Betrachtung verlängert sich in eine gefährliche Tiefe. Die nächste und die nächste Betrachtungen ziehen uns weiter, sonst wären wir verloren.

Manchmal kann ich mich an einen bestimmten Wegabschnitt nicht mehr erinnern; aus meiner gegenwärtigen Position muß ich aber schließen, daß ich ihn passiert habe. Doch nicht, weil ich in Betrachtung versunken war, erinnere ich mich nicht, sondern weil ich in Gedanken verloren war. Mit der Betrachtung von Innerweltlichem beschäftigt und also: außerhalb der Welt. Ich muß etwas gesehen haben, aber ich weiß nicht mehr, was. Ich weiß nur noch, was ich gedacht habe, und das würde ich immer öfter lieber nicht mehr wissen. Man entkommt den Dialogen nicht, nicht den Aporien.

Lang und leer sind die Wege, die Spuren alt, die Zeichen verwittert. Verlassen, denke ich, aber das stimmt ja nicht, es ist ja alles da, alles ist da, was hier sein Zuhause hat.

Ein neuer Hochstand lungert am Rand einer Wiese, hinter der ich einmal gezeltet habe. Das wäre jetzt keine gute Idee. Die Schießscharten schauen gelangweilt in den Morgen, ein Wachmann am Ende seiner Schicht. Jetzt kommen wohl auch bald wieder die Holztransporter, denke ich, und zwei Tage später ist es soweit.

Vom ethischen Zweifel angekränkelt

2. Mai 2019 § 4 Kommentare

Früher war es einfach, ein guter Mensch zu sein. Man mußte die Gesetze befolgen, höflich sein, Anstand üben, Verantwortung für die Familie übernehmen, den Schwiegereltern regelmäßig Aufwartung machen, und das war’s im Grunde schon. Nicht allzu sehr von der Herde abweichen, den Kindern eine gute Zukunft ermöglichen, nicht faulenzen, ein bißchen Bildung sich aneignen, als kleine Schmankerl. Übertretungen wurden sofort geahndet, oder man tuschelte halt, wie der wieder mit seiner Frau umspringt, wie die sich anzieht, daß der schon Sonntags früh einen in der Krone hat, und was man halt so denkt. Nie aber stand dabei das große und ganze, das Weltgefüge auf dem Spiel. Jeder hatte seine Übertretungen mit sich selbst auszumachen, und hatte es eben auszuhalten, daß er vielleicht geschnitten wurde. Für das andere gab es Gesetze. Der nicht justiziable Großteil war Privatsache. Dann durfte man auch Sonntags früh saufen oder ins Bordell gehen, das war nicht fein, aber mein Gott, Sünder sind wir alle, und wie war das mit dem Stein? Die Art des Rügens war eine andere: Ins Bordell gehen gehörte sich nicht, fertig. Man mußte das nicht begründen, wer es genau wissen wollte, konnte sich an die Kirche wenden. Wer nicht widerstehen konnte, mußte lediglich damit leben, kein ganz guter Mensch zu sein. Und schließlich ist niemand wirklich ein guter Mensch. Insofern war es nicht nur einfach, ein guter Mensch zu sein, es war auch einfach, ab und zu ein schlechter Mensch zu sein. Davon ging die Welt nicht unter.

Heute dagegen tut sie das. Heute haben wir Plastik in den Ozeanen, Artensterben, den Klimawandel und Svenja Schulze. Und dafür sind Sie, verehrter Leser und verehrte Leserin, persönlich verantwortlich.
Und deswegen greift das Moralische in immer privatere Bereiche aus, so wie der Markt alle möglichen privaten Bereiche, von der Nachbarschaftshilfe bis zur Partnerwahl, für sich entdeckt hat und mit seinen Regeln die menschlichen Beziehungen vergiftet. Die Gesetze zu befolgen und einer Art bürgerlichen Anstands zu leben, genügt nicht mehr, um ein guter Mensch zu sein. Denn kaum noch etwas, das erlaubt ist, ist auch gut. Jede noch so kleine Entscheidung, wie ich mein Leben führen will, von der Gestaltung meines Vorgartens bis zur Wahl des geeigneten Zellstoffprodukts zur Entsorgung meines Nasenrotzes (vom Rotz selbst ganz zu schweigen), wirft Fragen moralischer Brisanz auf. Man kann nicht einmal durchatmen, ohne dabei irgendwem den eigenen Mief ins Gesicht zu blasen, und man kann keinen Furz mehr machen, ohne daß dadurch Umweltproblematiken berührt werden. Einmal im Bett umgedreht, und der persönliche CO2-Abdruck ist wieder ein paar Gramm tiefer.

So kann nichts mehr privaten Vorlieben überlassen bleiben. Jeder kleinste Aspekt, jede kleinste Regung, noch die banalste Entscheidung unseres Lebens und Alltags muß auf den Prüfstand ökologischer Verträglichkeit kommen. Beschränkte sich das bislang auf bestimmte Kerngebiete, was große Bereiche des Alltags unangetastet ließ, gerät zunehmend alles, was wir tun oder lassen in den Sog des kritischen Umweltbewußtseins. Daß wir nur noch mit den stinkenden Essigreinigern der beliebten Amphibienmarke zu putzen haben, daran haben wir uns ja schon fast gewöhnt. Auch daß das Auto des Teufels ist und Fleischverzehr und Vollbäder und eine ordentlich geheizte Wohnung, ist uns schon ebenso in Fleisch und Blut übergegangen wie der Griff nach dem steingrauen Recyclingpapier, ja, das Wort Recycling geht uns schon so leicht über Lippen und Tastatur, wie wir unseren Müll im Schlaf trennen könnten, so gut beherrschen wir die Übung inzwischen. Neuerdings aber sind plötzlich Vergnügen, die seit Bestehen der Menschheit weder gut noch schlecht waren, vom ethischen Zweifel angekränkelt: Lagerfeuer machen, Blumen pflücken, Wildpilze sammeln, Weidenzweige schneiden, grillen, Würstchen essen. Noch in meiner Kindheit hätte sich niemand gefragt, ob es richtig ist, ein Bächlein aufzustauen oder querfeldein durch den Wald zu stapfen. Dafür waren Wald und Bach schließlich da! Natürlich durfte man den Apfelbutzen in der Natur entsorgen, der verrottet doch. Die Frage, ob es gut ist, auf dem Balkon eine Forsythie zu haben, wäre absurd gewesen. Jetzt darf ich weder dieses hübsche Gewächs noch Hortensien pflanzen, Weißdorn muß es sein oder Hasel oder Hainbuche. Wegen der Pollinatoren und der Vögel. Wie ich meinen Vorgarten gestalte, war Privatsache, damit ist es nun vorbei, es darf kein versiegelter Araukarienzoo mehr sein. Ferner darf ich meine Einfahrt nicht mehr pflastern, soll den Löwenzahn stehen- und das Totholz liegenlassen. Meine Zahnbürste hat aus Naturborsten und Holz zu sein (fair gehandelt, versteht sich). Wie ich mich fortbewege (besser im ÖPNV), was ich esse (kein Fleisch, regionales und saisonales Biogemüse) und wie ich es zubereite (auf dem A+++-Induktionsherd), welche Biersorte ich wähle (Craftbeer von unabhängigen Kleinstbrauereien), wo ich einkaufe (auf dem Wochenmarkt und in kleinen, inhabergeführten Geschäften), wie oft und wozu ich das Internet nutze (eine Suchanfrage bei Google verbraucht nach Unternehmensangaben soviel Energie wie eine Energiesparglühlampe in vier Stunden) – nichts versteht sich von selbst, alles ist zu einer Frage der Verantwortung, und also der Moral geworden, und jeder ist aufgefordert, das eigene Urteil über das Wohlverhalten seiner Mitbürger zu verlautbaren: biete Pollinatoren Lebensraum, halte keine Katzen, nimm zum Grillen Holzkohle mit Nachhaltigkeitszertifikat (oder laß den Spaß lieber ganz bleiben), laß die Slipeinlagen bleiben, achte auf biologisch abbaubaren Nagellack und, ach so, wie verhütest du eigentlich? Wußtest du, was für furchtbare Umweltzerstörungen die Produktion von Latex nach sich zieht? Ach so, ihr nehmt die Pille? Und die Hormonbelastung der Gewässer, die ist euch egal, oder was? Du ißt Bananen? Weißt du, wieviel Tonnen CO2 ein Frachtflug von der Domrep nach Europa verursacht? Du pflückst deine Haselnüsse selbst? Im Wald? Bist du bescheuert, wenn das jeder täte! Von fair gehandeltem Öko-Speisesalz hat man noch nichts gehört, aber das kommt sicher auch noch. Klosteine sind übrigens des Teufels, aber das wußten Sie sicher schon. Was Sie vielleicht nicht wußten: Bei jedem Waschgang von Synthetik-Geweben werden Mikrofaserchen aus Plastik in die Umwelt geschwemmt. Denken Sie mal drüber nach. Und in der Peeling-Lotion ist übrigens geschredderter Kunststoff drin, da könnte man auch gleich Eimerweise Müll in die Nordsee … Wie? Woher Sie wissen sollen, daß das Plastik drin ist? Es ist Ihre Pflicht, sich zu informieren! Unwissenheit schützt vor Sünde nicht. Schon bietet die Bahn grüne Bahncards an: für Fahrten mit 100 % Ökostrom. Wer die Wahl hat, hat die Verantwortung, schon scheint es unmöglich, nicht mit 100 % Ökostrom fahren zu wollen. Unser Speisezettel muß gründlich überarbeitet werden. Butter geht wegen der Tierhaltung nicht, Margarine wegen des Palmöls nicht, Avocado wegen der ökologischen fragwürdigen Verfrachtung und der Anbaumethoden nicht, Daß Thunfisch nicht geht (denk an die Delphine!) wußten wir schon, daß aber eigentlich überhaupt kein Fisch mehr geht, ist nur eine natürliche Folge einer Haltung, die menschliches Dasein am liebsten folgenlos sähe. Neueste Entdeckung der Moralwächter: Spargel. Ganz üble Sache, kauf das nicht. Was bleibt, wenn man alles wegstreicht, was mal gelebt hat, einen anguckt, von den schwieligen Händen entrechteter Saisonarbeiter oder von Minderjährigen gepflückt, gerupft, ausgegraben oder verpackt worden ist oder hunderttausende Liter Wasser pro hundert Gramm verbraucht hat? Vielleicht Kaugummi? Du liebes bißchen, das ist nicht dein Ernst! Das besteht doch aus Zucker und Plastik. Dauert hundert Jahre, bis der Blob abgebaut ist, und verklebt unterdessen die empfindlichen Mägen von Albatrossen. Was, hier gibt es keine Albatrosse? Egal, irgendwelche Mägen wird das schon verkleben. Grausam. Tierquälerei. Hat eigentlich schon einmal jemand die Ökobilanz von Kupfermünzen ausgerechnet? Vielleicht sollte man die auch lieber abschaffen. So wie Ohrstäbchen, Strohhalme und Luftballonhalter aus Plastik. Ein Wunder, daß noch niemand sein kritisches Auge auf die Ballons selbst geworfen hat.

Für jede einzelne dieser Vorschriften, Mahnungen, erhobenen Zeigefinger können die Mahner und Apostel und Zeigefingerheber Gründe angeben, und in den meisten Fällen sind diese Gründe triftig und unstrittig. Einen Bereich des Moralischen, der von Gesetzen nicht erfaßt wird, hat es schon immer gegeben. Der Gesetzgeber interessiert sich nicht dafür, wenn ich davon absehe, meine Schwiegermutter zu einem Familienfest einzuladen oder wenn ich meine Frau mit meiner Sekretärin betrüge. Der Gesetzgeber interessiert sich erst dafür, wenn materielle Güter sowie psychische und physische Gesundheit der ihm anvertrauten Bürger im Spiel sind, wobei es auch da fließende Grenzen gibt. Die Zerstörung der Umwelt bringt sowohl materielle Güter als auch die Gesundheit von Menschen in Gefahr. Nähme man den Schaden ernst, der tagtäglich durch Autofahren, Flugverkehr, intensive Landwirtschaft, Fleischkonsum, Plastikverpackungen, Einwegprodukte und die vielen anderen völlig normalen, völlig legalen Dinge des modernen Lebens, von denen wir wissen, wie fragwürdig sie sind, angerichtet wird, müßte Flugverkehr, Autofahren, Fleischkonsum sofort verboten, bzw. strikt kontingentiert werden, bzw. hätte niemals zugelassen werden dürfen. Wir leben also in einer Welt, in der vieles, was eigentlich geboten wäre, von keinen Gesetzen abgebildet wird. In dieses Vakuum stoßen die vielfältigen Appelle, Ermahnungen, Warnungen und Kampagnen. Und in dem Maße, in dem die Gesetzgebung hinter dem vernünftigerweise Gebotenen zurückbleibt, steigt die Verantwortung für den Einzelnen im Rahmen seiner Freiheiten. Urlaub auf den Malediven machen zu dürfen, heißt eben nicht, daß es auch gut ist. Daß das Auto für den Individualverkehr zugelassen ist, bedeutet nicht, daß der motorisierte Individualverkehr eine gute Idee ist. Daß es erlaubt ist, Gurken in Plastik einzuwickeln und Tomaten in zugeschweißten Pappschachteln zu verpacken, bedeutet weder, daß das gut, noch daß die Praktik auch nur harmlos wäre.

Diese Situation: erlaubte Genüsse einerseits, moralisch gebotener Verzicht andererseits, ist eine Zumutung. Die Verlockungen sind gewaltig und sie werden uns vom Markt unerbittlich präsentiert, vorgemacht, angepriesen. Wäre es anders; wären es keine Verlockungen – wir wären jetzt nicht in dieser globalen Sackgasse. So gleicht unsere Situation der von Kindern vor einem riesigen Kuchenbuffet, denen man gesagt hat: Du darfst soviel essen, wie du willst. Aber wenn du ein gutes Kind sein willst (und das willst du doch, oder?), dann wirst du deine Eltern nicht enttäuschen und einen Apfel nehmen.

Jedes Kind mit auch nur einem Fünkchen Verstand würde da den Apfel liegenlassen.

30. April 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

Kleine Geräusche, kleine Bewegungen. Wie eine Absicht, die etwas vergessen hat, auf der Flucht vielleicht, und noch einmal umkehrt, um es rasch und ungesehen zu holen: Hunderfach kehrt etwas um im Wald und holt etwas, fischt etwas aus dem Laub, angelt unter den Buschwindröschen, die nicht einmal zwinkern, läßt einen toten Ast kurz beben, stößt einen Erdkrümel los und bleibt dabei selbst unsichtbar. Man ist immer zu spät; wenn man sich umdreht, ist schon alles vorbei. Dinge gehen vor sich, von denen der Winter keine Ahnung hat. Wenn er zurückkommt, findet er die Erde bloß und unschuldig vor, alle Augen offen. — Später am Tag ein Fahrzeug, an dem Weg, über den immer eine Absperrleine gespannt ist. Jetzt ist er offen, bewacht von einem PKW, dessen Scheinwerfer dunkel den Abzweig beobachten, wachsam wie ein Hund, und da kommt auch schon ein Motorsägenkrieger in voller Warnwesten-Rüstung den verbotenen Weg herauf, die Waffe im Anschlag wie ein englischer Kleinadeliger.

Livius, II,3

3. April 2019 § Ein Kommentar

Obwohl es nun niemand bezweifelte, daß Krieg von den Tarquiniern drohe, geschah dies freilich später als von allen erwartet; im übrigen passierte etwas, womit keiner gerechnet hatte: List und Verrat machten die Freiheit ums Haar wieder zunichte. Es gab unter der Jugend Roms einige junge Männer von nicht eben geringer Abkunft, deren Lust und Laune unter der Königsherrschaft recht ungezügelt gewesen waren; den Tarquiniern Ebenbürtige und Gefährten, die es gewohnt waren, ihr Leben nach Königsart zu gestalten. Bestrebt, die alten Privilegien wiederzuerlangen, nachdem alle Bürger vor dem Gesetz gleich geworden waren, klagten sie untereinander, die Freiheit der anderen sei zu ihrer eigenen Knechtschaft ausgeschlagen: Der König sei ein Mensch, an den man sich mit der Frage nach Recht und Unrecht wenden müsse; er sei der Ort für Gnade, für Gunst; er könne in Zorn geraten und verzeihen; kenne den Unterschied zwischen Freund und Feind; Gesetze seien etwas Taubes, Unerbittliches, nützlicher und förderlicher für den Hilflosen als für den, der Gewalt besitze; sie kennten weder Großzügigkeit noch Nachsehen, wenn man mal über die Stränge schlage; angesichts so vieler menschlicher Schwächen sei es gefährlich, wenn einen allein die Unschuld am Leben ließe.

Cum haud cuiquam in dubio esset bellum ab Tarquiniis imminere, id quidem spe omnium serius fuit; ceterum, id quod non timebant, per dolum ac proditionem prope libertas amissa est. Erant in Romana iuventute adulescentes aliquot, nec ii tenui loco orti, quorum in regno libido solutior fuerat, aequales sodalesque adulescentium Tarquiniorum, adsueti more regio vivere. Eam tum, aequato iure omnium, licentiam quaerentes, libertatem aliorum in suam vertisse servitutem inter se conquerebantur: regem hominem esse, a quo impetres, ubi ius, ubi iniuria opus sit; esse gratiae locum, esse beneficio; et irasci et ignoscere posse; inter amicum atque inimicum discrimen nosse; leges rem surdam, inexorabilem esse, salubriorem melioremque inopi quam potenti; nihil laxamenti nec veniae habere, si modum excesseris; periculosum esse in tot humanis erroribus sola innocentia vivere.

Urheberrechtsreform

25. März 2019 § 2 Kommentare

Nehmen wir Wasser. Oder Kleidung. Oder Nahrung: Den Kaffee, den ich trinke, kann mein Bruder nicht mehr trinken, die Schokolade, die mein Bruder aufißt, kann ich nicht mehr essen. Der Mantel, den der Hl. Martin trägt, kann nicht zugleich der Bettler tragen, weswegen, sollen beide nicht frieren, das gute Stück geteilt werden muß. Ähnliches gilt für Wohnraum, für Platz auf der Autobahn oder den Sitz in der Straßenbahn. Es gilt für die Säge, den Spaten, das Feld, das Smartphone. Es gilt für alles, was stofflich, räumlich oder handhabend konsumierbar ist, besessen werden und zur Neige gehen kann.
Es gilt nicht für Ideen. Es gilt nicht für Erfindungen. Es gilt im Zeitalter der verlustfreien Reproduzierbarkeit nicht für Filme, nicht für Musik, nicht für Texte. Beliebig viele Menschen können zur gleichen Zeit denselben Text lesen, ohne daß der Text sich in irgendeinem Sinn dabei verbrauchte oder seine Integrität einbüßte, wie es etwa bei Schokolade, Kaffee oder eben Mänteln der Fall ist.
Bis zum Beginn des Zeitalters der Digitalisierung war es möglich, diesen Umstand zu verschleiern, indem man solche nicht-rivalisierenden Güter künstlich verknappte: Wer einen Film sehen wollte, mußte ins Kino gehen und Eintritt bezahlen; wer ein Buch lesen wollte, mußte sich ein Exemplar kaufen; wer ein Bild anschauen wollte, mußte entweder ins Museum gehen, einen Kunstdruck erwerben oder einen Bildband erwerben. Es war sehr einfach, Filme, Bilder, Musik und Kunstgegenstände zu verknappen, alles, was man tun mußte, war, diese beliebig oft anschaubaren, anhörbaren, lesbaren Dinge unter Verschluß zu halten und nur gegen Entrichtung eines entsprechenden Obolus’ herauszugeben. Was dennoch durchrutschte, auf dem Wege des Verleihs innerhalb des Bekanntenkreises zum Beispiel, galt wohl zurecht als geringfügig. (Ich kann mich allerdings noch an die Aufkleber Kopieren? Nein, danke! in den 80er Jahren erinnern, mit denen Notenmaterial aus der Musikbibliothek gekennzeichnet war.)
Wie lächerlich es ist, eine Idee, einen Einfall oder eben einen Text zu verknappen, ihn als rivalisierendes Gut, mithin wie Schokolade zu behandeln – als könnte er zu Ende gehen, wenn zu viele Leute ihn lesen –, wird erst deutlich, seit Musik, Bilder und Texte erstens verlustfrei kopiert, besonders aber, seit sie verlustfrei über beliebig große Entfernungen mit beliebig vielen Menschen geteilt werden können. Dabei ist keineswegs einzusehen, wo die Grenze zwischen einem sehr großen Freundeskreis, in dem jede CD einmal die Runde macht, ja, wo es vielleicht Absprachen gibt, wer welche CD besorgt, damit jeder mal mit einem Kauf dran ist, und der Öffentlichkeit eines Tauschrings im Netz zu ziehen ist. Der einzige Unterschied liegt darin, daß der Tauschring für Ermittler sichtbar ist (und die Betreiber der Plattform kommerzielle Interessen haben). Aber auch ohne kommerzielle Interessen wäre ein Tauschring nach bestehendem Recht illegal, sofern sogenanntes urheberrechtlich geschütztes Material getauscht, also seiner Natur gemäß vervielfältigt und verbreitet wird.
Manchmal denke ich in diesem Zusammenhang ans Rad. Ans Rad? Ja, ans Rad. Oder nehmen wir die Pflugschar. Das Joch. Die Eisenverhüttung. Den Webrahmen. Den Steigbügel. Den Bogen. Die Fruchtfolge. Die Odyssee. Hätte der Erfinder des Rades die Verwertung seiner Erfindung mit einer Gebühr belegt, würden wir uns vielleicht heute noch um Rechte zanken und nicht um ein allgemeines Tempolimit(1) auf Autobahnen. Und Vergil hätte nach heutigem Recht die Aeneis nicht schreiben dürfen. Verknappung immaterieller, nicht-rivalisierender Güter ist ein bißchen wie die Verknappung von Wind oder Regenwasser: unmöglich. Der Unterschied ist: Kunstwerke, Erfindungen, Romane oder Filme fallen nicht vom Himmel. Ihre Abfassung, Entwicklung, Ausarbeitung kosten Mühe und Zeit; ihre Imaginierung setzt Freiheit und Unabhängigkeit von den Sorgen des Materiellen voraus. Wer einen Roman geschrieben hat, hat in dieser Zeit kein Haus gebaut, keinen Strom verlegt, keinen Alten gepflegt, keine Kinder unterrichtet. Trotzdem muß er von etwas leben, und wenn wir Romane haben wollen, müssen wir die entlohnen, die uns mit dem Stoff versorgen.
Und freilich folgt aus der Unmöglichkeit einer Eigentumsdurchsetzung nicht, daß kein Eigentumsrecht besteht. Dennoch ist offenkundig, daß die bestehende Handhabung der künstlichen Verknappung nicht-rivalisierender Güter im Zeitalter der Digitalisierung nicht länger haltbar ist. Über kurz oder lang wird da etwas Neues kommen, um Urheber angemessen zu entlohnen. Die Frage ist nur, was? Die geplante, morgen dem EU-Parlament zur Abstimmung vorgelegte Urheberrechtsreform (die, nebenbei, keine Reform ist, sondern darauf abzielt, prädigitales Recht im Digitalen durchzusetzen) ist eine typisch konservative Antwort: Alles bleibt beim Alten, und nur die Instrumentarien, mit denen dieses Alte festgeschrieben wird, werden an die Erfordernisse der digitalen Welt angepaßt. Damit wird ein bißchen das Internet zum Kinosaal. Das ist, um auf den Vergleich mit dem Regenwasser zurückzukommen, wie eine Maschine zur Kontrolle des Niederschlags, oder das Verbot privater Zisternen. Dabei gäbe es viel spannendere Lösungen, etwa eine Pauschalentlohnung für freischaffende Autoren und Kreative. Eine Internetsteuer, etwa auf dem Wege der Besteuerung von Hardware, ähnlich der Rundfunksteuer. Oder eine Besteuerung von Tonträgern und Büchern. So könnte der sogenannte Schaden, der Urhebern (bzw. deren Rechteverwertern) durch Raubkopien entsteht, durch Ausschüttungen, die sich an Zugriffszahlen orientieren, aufgewogen werden.
Wahrscheinlich wird morgen die sogenannte Urheberrechtsreform angenommen werden. Welche Auswirkungen das auf das Internet und unseren Umgang damit haben wird, ist nicht abzusehen. Abzusehen ist nur, daß dies nicht das Ende der Debatte ist. Sondern erst deren Anfang.

(1) Wenn Sie auch für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sind, können Sie hier eine Petition mitzeichnen: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_01/_09/Petition_89913.nc.html

Aequinoctium

21. März 2019 § Hinterlasse einen Kommentar

Muffig hängt heraus
das Dunkel zum Lüften im
Fenster des Nachbarn

Vögel am Mittag
als lösten die Schatten sich
ab von den Dingen

Eine Wolke steigt
Wind malt mit weichem Pinsel
Amseln an die Wand

Im Gezweig Sonne
die Fruchtspalten der Meisen
Schnitt durchs Augenlicht

Nachts dein Kleid vor dem
Fenster. Schamhaft im Dunkel
knospen die Kirschen

Das Fenster reckt sich
gähnend vor Licht, an Schuppen
sprießen die Leitern

Näher die Schatten
Kopf jetzt an Kopf, ich tauche
durch deinen Kragen

Meine in deiner
halten die Hände unser
Wachsein wie Anker

Als wären wir zwei
nur ein Wort im Gewölbe
lauschender Ohren

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